„Na sieh mal einer an!”…

…murmelte Schweig, als er in den Kühltransporter der Firma „Hassans Halal-Fleischerei“ gestoßen wurde, der nun als provisorischer Gefangenentransport diente. MIt Wucht war ihm die Erinnerung an den Rekrutenausflug vor vielen Jahren zur Gedenkstätte in Plötzensee durch den Kopf gefahren. Auf dem Boden kauerte ein Dutzend Unglücklicher, die das Attentat von Lwiw zusammengebracht hatte, und musterten Schweig mit ängstlichen Augen. Sie waren erschöpft von der wohl stundenlangen Fahrt durch die Stadt, während der sie sich nur an den Bandschlingen festhalten konnten, die über ihnen von den fest ans Dach montierten Fleischerhaken baumelten. „Die Welt ist ganz schön durcheinander“, dachte Schweig, bevor er sich ein paar aufmunternde Worte zurechtlegte.